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Studieren im Chartagebiet

Ein grenzüberschreitender Studiengang als Studiengangangebot, das mit erheblichen Kosten verbunden ist, muss zu einem Nachfrageverhalten auf der Seite der Studierenden korrespondieren. Derartige „Lücken im Angebot“ sind nicht immer sofort auszumachen.

Grenzüberschreitendes Studium

Studierenden stehen an den jeweiligen Hochschulstandorten die dortigen Dienstleistungsein-richtungen zur Verfügung. Dazu gehören Vereinbarungen über  die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen zwischen gleichnamigen Studiengängen an Hochschulstandorten in der Groß-Region.

Als Beispiel hierfür kann ein Vertrag zwischen der Universität Luxemburg und der Universität Trier über die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen in der Form des Vordiploms bzw. der Zwischenprüfung angeführt werden.  Darunter fallen die Fächer Philosophie, Psychologie und Geschichte. Die Zusammenarbeit in diesen Fächern wird von Gesprächskreisen, bestehen aus Vertretern der genannten Fächer, begleitet.

Für die Studierenden selbst ist der Wechsel von einem Studienort zum anderen nach wie vor mit einer Änderung des Statusverhältnisses verbunden. Studierende genießen beispielsweise aufgrund der Einschreibeordnung der Universität Trier wie wohl auch aufgrund der Einschreibeordnung der Universität des Saarlandes den Vorzug, sich für die Dauer eines zeitlich begrenzten Aufenthaltes im Ausland für ihr Studium an der Herkunftsuniversität beurlauben zu lassen. Das ist insbesondere bei NC-Studiengängen von Bedeutung.

 Einrichtungen in gemeinsamer Trägerschaft:

Etwa seit 1981, also bereits vor der Gründung der Charta, hatten sich Charta-Hochschulen zur gemeinsamen Trägerschaft eines zweijährigen Aufbau-Studienganges zusammengeschlossen. Dieser  Studiengang trug die Bezeichnung „Europäisches Diplom in Umweltwissenschaften“.

Aus diesen Anfängen haben sich im Laufe der Jahre zahlreiche weitere Studiengangangebote in den unterschiedlichsten Fachgebieten entwickelt.  Als Beispiele hierfür können folgende grenzüber-schreitende Studiengangangebote genannt werden:

Universität des Saarlandes:

Promotion:

Europäisches Graduiertenkolleg  „Physikalische Methoden in der Strukturellen Charakterisierung Neuer Materialien – Kooperierende Hochschulen: Universität des Saarlandes mit INP Nancy, Universität Metz, Universität Luxemburg,

Bachelor, Master:

Saar-Lor-Lux- Studiengang Physik:  Universität des Saarlandes mit Univerität Nancy I ,  Universität Luxemburg, Universität Lüttich

Bachelor/Licence:   Studiengang grenzüberschreitende Studien – Kooperierende Hochschulen:

Universität des Saarlandes mit der  Universität Metz

Bachelor/Master:   Deutsch -  Französische Studien; Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation – Kooperierende Hochschulen: Universität des Saarlandes mit der Unversität Metz und der Universität Luxemburg

Bachelor/Master:  Saar-Lor-Lux-Wal Studiengang Mathematik – Kooperierende Hochschulen: Universität des Saarlandes mit Unversität Lüttich, Universität Luxemburg, Universität Metz, Universität Nancy I

Universität Luxemburg:

Bachelor professionnel  en Ingénerie – Filière  Europäisches Baumanagement  - Koooperierende Hochshulen: Universität Luxemburg, Universität Metz und Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken.

Bachelor académique en Science de la Vie – Filière Biologie – Kooperierende Hochschulen : Universität Louis  Pasteur in Straßburg, Katholische Universität Löwen in Belgien, Universität Luxemburg

Master  académique en droit européen – Kooperierende Hochschulen : Universität Luxemburg mit der Universität Nancy II und der Université Libre de Bruxelles sowie der Queen Mary University in London.

Master professionnel en Communication et Coopération transfrontalière – Kooperierende  Hochschulen : Universität Luxemburg mit Universität Metz und der Universität des Saarlandes

Master professionnel en Gérontologie – Kooperierende Hochschulen:  Universität Luxemburg mit  der Universität Amsterdam (Nl),  der Ruprecht Karls Universität Heidelberg (D) und der Universität Versailles St. Quentin (F)

Master professionnel en Médiation – Kooperierende Hochschulen:  Universität Luxemburg mit  der  Universität Barcelona (E), der Universität Lyon II (F),  der Fernhochschule Hagen (D), der Universität Murcia (E),  Universitäts-Institut Kurt Bösch (CH).

Eine andere Form grenzüberschreitender Tätigkeit in gemeinsamer Trägerschaft stellt beispielsweise das Europäische Tourismusinstitut (ETI) dar. Es wurde von Rheinland-Pfalz, der deutsch- sprachigen Gemeinschaft in Belgien und Luxemburg als Anteilseigener gegründet. Das Institut ist über einen Kooperationsvertrag mit der Universität Trier verbunden. Die wissenschaftliche Leitung wird von Professoren der Universität Trier gestellt.

Darüber hinaus bestehen jedoch zahlreiche Forschungsprojekte, an denen mehrere Hochschulen im Grenzraum beteiligt sind. Dabei geht es um Projekte, die aus Mitteln der Europäischen Union finanziert werden.